Pressemeldungen
PM: Risiken und Nutzen von Operationen bei älteren Menschen: „Innovative Ansätze der perioperativen Versorgung erfordern ein langfristiges und radikales Umdenken“
Immer mehr ältere Menschen werden notfallmäßig oder elektiv operiert. Gründe dafür sind unter anderem der demographische Wandel, Fortschritte in der chirurgischen und anästhesiologischen Technik und sich verändernde Erwartungen der Patientinnen und Patienten. Diese Entwicklung bringt neue Herausforderungen mit sich – ganz besonders in der perioperativen Versorgung der Betroffenen, also die Medizin rund um einen operativen Eingriff. Dazu forscht Professorin Jugdeep Dhesi (Foto), Fachärztin für Geriatrie und Innere Medizin am Guy's and St Thomas' Hospital in London. So treten bei älteren Patientinnen und Patienten in allen chirurgischen Bereichen hohe Komplikationsraten auf, die sich auf die kurz- und langfristige Sterblichkeit auswirken. Im Kurzinterview erläutert Dhesi, wie sich mit innovativen Ansätzen eine altersgerechte perioperative medizinische Versorgung umsetzen lässt. Den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeit präsentiert sie zudem beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet.
Presse-Einladung: Kommen Sie zur wichtigsten Veranstaltung für Altersmediziner und Alternsforscher im deutschsprachigen Raum!
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Redaktion,
kommen Sie zum Gerontologie- und Geriatrie-Kongress nach Frankfurt am Main! Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild von der Vielfalt des Alterns zu machen. Denn die Gelegenheit ist einmalig: nach einer pandemiebedingten Kongresspause kommen erstmalig seit 2018 wieder rund 800 Spezialisten für Altersmedizin und Alterswissenschaft zusammen. Unter dem Motto „Altern im Spannungsumfeld von Resilienz und Vulnerabilität“ treffen sich die Experten beider Fachgebiete vom 12. bis 15. September in Frankfurt auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. Auch zahlreiche renommierte Mediziner aus dem Ausland sind vor Ort, um ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu präsentieren und um die biomedizinischen sowie psychosozialen Herausforderungen des Alterns zu diskutieren. Sie haben Interviewwünsche? Wir unterstützen Sie gerne! Akkreditieren Sie sich jetzt für den gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) – schreiben Sie einfach eine kurze E-Mail an: presse@dggeriatrie.de
PM: „Eingriffe in den biologischen Alterungsprozess sollten zur Regelversorgung gehören“
Ein langes und zudem gesundes Leben will Professorin Andrea Maier (Foto) vielen Menschen ermöglichen. An der National University of Singapore forscht sie daran, wie das biologische Alter besser messbar wird. Und sie untersucht Methoden, wie sich das biologische Alter herabsetzen ließe. „Es geht darum, dass typische Alterskrankheiten zukünftig erst deutlich später auftreten als bisher“, sagt Maier. „Wir könnten durch frühzeitige Interventionen die Vulnerabilität der alternden Gesellschaft deutlich beeinflussen.“ Zudem sei die Vorbeugung schwerer altersbedingter Krankheiten aufgrund der Produktivitätssteigerung in einem früheren Lebensabschnitt sehr kosteneffektiv, selbst wenn die nötigen Investitionen viel früher im Leben getätigt werden müssten. In ihrer Keynote beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet, wird Andrea Maier ihre Vision von einer Langlebigkeitsmedizin vorstellen. Dabei wird sie herausarbeiten, welche Auswirkungen die Resilienz in jungen Lebensjahren auf den Alterungsprozess hat.
PM: Ausgrenzung entgegenwirken: Wie Demenzerkrankte in der Langzeitpflege besser sozial integriert werden
Das Leben in einer Langzeitpflegeeinrichtung kann demenzerkrankte ältere Menschen vor große Herausforderungen stellen: Ihr Alltag wird reglementiert und kontrolliert durch Fachpersonal. Oft können sie nicht mehr an wichtigen Aktivitäten innerhalb und außerhalb ihrer Einrichtung teilnehmen. Dadurch erfahren sie soziale Ausgrenzung auf vielfältige Weise – in den vergangenen Jahren sogar verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Psychologe Professor Feliciano Villar (Foto) von der Universität Barcelona setzt sich mit seiner Forschungsarbeit dafür ein, die Teilhabe dieser Menschen am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu verbessern. „Wir müssen unsere Erwartungen an die Art der Pflege, die wir hier für akzeptabel halten, überdenken. Nur so können wir die Situation auch positiv ändern“, sagt er. Mit welchen konkreten Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen das gelingen kann, präsentiert Villar in seiner Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet.
PM: Geisteswissenschaft trifft Gerontologie: Wie die Lektüre von Shakespeares König Lear hilft, Demenz besser zu verstehen
Vor mehr als 100 Jahren spielte Goethes „Faust“ eine wichtige Rolle in der klassischen Medizin-Literatur. Heutzutage sind Kultur und Literatur in der Medizin dagegen eher ein Nischen-Thema. Dass sich Geisteswissenschaften und Medizin, insbesondere in der Gerontologie, wieder mehr aufeinander zubewegen und so ein besseres Verständnis vom Menschsein ermöglichen, dafür macht sich die Amerikanistin und Alternswissenschaftlerin Professorin Ulla Kriebernegg (Foto) von der Universität Graz stark. „Das Altern ist ein so komplexer Vorgang, dass er sich nur multiperspektivisch, eben weit über die evidenzbasierte Medizin hinaus, erforschen lässt. Kunst und Kultur können hier sehr wertvollen neuen Input für ein holistisches Bild des alternden Menschen liefern“, erklärt Kriebernegg. Wie wirkmächtig literarische Texte unsere Wahrnehmung auch über das Altern und Krankheiten mitprägen, zeigt sie in ihrer Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet. Dafür veranschaulicht die Kulturwissenschaftlerin unter anderem, was man von Shakespeares Figur König Lear und seiner 400-jährigen Rezeptionsgeschichte über das Altern sowie den Umgang mit Demenz lernen kann. Außerdem stellt sie ein Modul zur sogenannten „Narrativen Medizin“ vor und diskutiert, wie diese die Gerontologie voranbringen kann.
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Aktuelle Meldungen
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Update der S3-Leitlinie zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) widmet der Geriatrie eigenen Schwerpunkt
Die veröffentlichte Neuauflage der S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) ist vor...
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