Neuigkeiten zum Gerontologie- und Geriatrie-Kongress 2026
Zukunft Alter(n): Perspektiven im Umbruch – Gemeinsamer Jahreskongress DGGG & DGG
23. bis 26. September 2026 | Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Das Gehirn altert nicht in Einzelteilen
Prof. Joanna Wardlaw (Foto) gehört zu den Wissenschaftlerinnen, die seit Jahrzehnten versuchen, eines der großen Rätsel der Hirnalterung zu lösen. Warum verlieren manche ältere Menschen ihre Selbstständigkeit schneller als andere? Die schottische Neuroradiologin sucht die Antwort nicht in einzelnen Veränderungen des Gehirns, sondern im Gesamtbild. Für diesen neuen Blick auf das alternde Gehirn hat sich inzwischen ein Begriff etabliert: Brain Frailty. „Lange haben wir einzelne Veränderungen im Gehirn getrennt betrachtet. Heute wissen wir: Das Gehirn altert nicht in Einzelteilen. Erst wenn wir die verschiedenen Veränderungen gemeinsam betrachten, entsteht das Gesamtbild, das wir für gute klinische Entscheidungen brauchen.“
Bis 13. September bewerben: Fünf Sonder-Reisestipendien zum Kongress ausgeschrieben
Die DGG möchte Mitglieder des multiprofessionellen Teams in Geriatrie und Gerontologie gezielt fördern: Zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft der außerordentlichen Mitglieder werden fünf Sonder-Reisestipendien für Nachwuchskräfte jetzt zum Kongress nach Frankfurt am Main vergeben. Bringen Sie Ihre Perspektive ein, vernetzen Sie sich und gestalten Sie die geriatrische Versorgung von morgen mit!
Über den Dächern Frankfurts: Gemeinsam feiern beim Gesellschaftsabend
Freitagabend wird es Zeit für den persönlichen Austausch: Ab 19.30 Uhr öffnet die Sky Lounge hoch über der Frankfurter Hauptwache ihre Türen zum Gesellschaftsabend des Gerontologie- und Geriatrie-Kongresses. Alle Kongressteilnehmenden sind herzlich willkommen. Deshalb: Jetzt direkt noch Ticket sichern!
Gewonnene Jahre: Ein anderer Blick auf die steigende Lebenserwartung
Länger leben heißt nicht automatisch, länger krank oder pflegebedürftig zu sein. Beim gemeinsamen Jahreskongress von DGG und DGGG stellt der Philosoph Prof. Otfried Höffe deshalb die verbreitete Erzählung über den demografischen Wandel infrage: Statt von „Überalterung“ spricht er von „gewonnenen Jahren“ – und sieht das eigentliche Problem vielmehr in einer gesellschaftlichen „Unterjüngung“.
Krankenhausaufenthalt darf nicht krank machen: Wie ältere Menschen vor körperlichem und geistigem Abbau geschützt werden können
In einem Krankenhaus sollen Menschen eigentlich gesund werden. Doch gerade für ältere und schutzbedürftige Patienten kann der Aufenthalt selbst zum Risiko werden. „Krankenhausassoziierte Dekonditionierung ist ein großes Problem: Sie wird durch eine Kombination von Faktoren verursacht, die mit der Erkrankung selbst, verminderter körperlicher Aktivität, der Ernährung und der Gestaltung der Umgebung in vielen Krankenhäusern zusammenhängen“, sagt Dr. Carly Welch (Foto). Die Geriaterin vom King’s College London beschäftigt sich mit der Frage, wie dieser Abbau frühzeitig verhindert werden kann. Ihre zentrale Botschaft: Krankenhäuser müssen nicht nur Krankheiten behandeln, sondern zugleich aktiv dafür sorgen, dass ältere Menschen ihre Selbstständigkeit möglichst erhalten. Beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 23. bis 26. September 2026 in Frankfurt am Main stellt sie ihre wichtige Perspektive vor.
Blutdrucktherapie bei Hochbetagten neu denken: „Manchmal ist weniger tatsächlich mehr“
Muss Bluthochdruck auch bei hochbetagten, gebrechlichen Menschen konsequent behandelt werden – oder kann gerade im hohen Alter eine Reduktion der Medikamente der bessere Weg sein? Diese Frage beschäftigt die Geriatrie seit Jahren. Neue Antworten liefert jetzt der renommierte Geriater und Kardiologe Prof. Dr. Athanase Benetos. „Bluthochdruck ist bei älteren Menschen etwas anderes als bei jüngeren“, sagt Benetos. Mit zunehmendem Alter veränderten sich nicht nur die Ursachen eines erhöhten Blutdrucks, sondern auch Nutzen und Risiken einer Behandlung.
Seine neuesten Forschungsergebnisse und deren Bedeutung für die Versorgung hochbetagter Menschen präsentiert er auf dem gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 23. bis 26. September 2026 in Frankfurt am Main.
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