Pressemeldungen
PM: Alters- und Lungenmediziner: Alle über 60-Jährigen und Risikogruppen sollten sich jetzt gegen Grippe impfen lassen
Jetzt ist die beste Zeit für ältere Menschen, um sich gegen Grippe impfen zu lassen! Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) bestärken deshalb noch einmal die Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO: Jeder Mensch über 60 Jahre sollte sich unbedingt neben einer vierten Corona-Impfung gegen das Influenza-Virus schützen. 90 Prozent der Grippe bedingten Todesfälle entfallen auf diese Altersgruppe. „Bei Ungeimpften beobachten wir insbesondere im ersten Monat nach der Influenza-Infektion häufiger Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Als Spätfolge kann nach mehr als zehn Jahren ein Morbus Parkinson auftreten“, warnt Dr. Andreas Leischker (Foto), Vertreter der DGG-Arbeitsgruppe Impfen. „Bei einer Influenza-Infektion kann sich im Verlauf der Erkrankung zusätzlich eine durch Pneumokokken-Bakterien verursachte Pneumonie, also Lungenentzündung, entwickeln, die zu besonders schweren Verläufen führt. Dieses Risiko, welches insbesondere ältere Patientinnen und Patienten betrifft, gilt es zu verhindern“, ergänzt Professorin Hortense Slevogt (Foto), Immunologin und Vorstandsmitglied der DGP. Sie ruft dazu auf, dass sich alle Risikogruppen vorsorglich impfen lassen sollten.
PM: Altersmediziner veröffentlichen heute erste globale Sturzleitlinie: „Wir könnten Krankenhauseinweisungen um 20 Prozent reduzieren“
Heute wird die erste globale Leitlinie zur Sturzprävention veröffentlicht. Daran mitgewirkt haben insgesamt 96 Wissenschaftler aus 39 Ländern – darunter einer aus Deutschland: der Altersmediziner Professor Clemens Becker (Foto), Sturz-Experte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Uns ist es nach zwei Jahren Arbeit erstmals gelungen, einen globalen Konsens zu schaffen für die Prävention, Diagnostik und Therapie von Stürzen“, sagt der Altersmediziner. Jährlich gebe es in Deutschland eine halbe Million Krankenhauseinweisungen, die unmittelbar auf einen Sturz zurückzuführen sind. Viele ältere Menschen versterben an den Folgen. „Durch eine frühzeitige Prävention – also gezielter Vorsorge – könnten wir die Zahl der Einweisungen um 20 Prozent reduzieren“, so Becker. Dafür haben die Experten nun neue Empfehlungen aufgestellt, die sämtliche soziodemografischen Unterschiede der Weltbevölkerung berücksichtigen. Veröffentlicht wurde die neue Leitlinie heute im Rahmen des Kongresses der European Geriatric Medicine Society (EuGMS) in London.
PM: 800 Teilnehmende übertreffen Erwartungen beim Gerontologie- und Geriatrie-Kongress – Preise über rund 30.000 Euro für bedeutende wissenschaftliche Arbeiten verliehen
Vielfach ausgezeichnet wurden jetzt herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Alternswissenschaft und Altersmedizin. Im Rahmen des Gemeinschaftskongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) wurden jetzt die bedeutendsten Preise beider Fächer verliehen. 800 Teilnehmende sowie rund 150 Vertreter der Industrie und Sponsoren sind für die Veranstaltung auf dem Campus Westend der Goethe-Universität in Frankfurt am Main angereist. „Nach vier Jahren Pause wurden unsere Erwartungen an den Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Präsenz deutlich übertroffen“, sagt DGG-Kongresspräsident Professor Rainer Wirth. „Sehr viele Kolleginnen und Kollegen sind nach Frankfurt gekommen, um von namhaften Expertinnen sowie Experten unser beider Fachdisziplinen die neuesten Erkenntnisse präsentiert zu bekommen“, ergänzt DGGG-Kongresspräsident Professor Andreas Simm. Bei der Veranstaltung wurde nicht nur der aktuelle Stand der Forschung präsentiert – es wurden auch die wichtigsten Arbeiten hervorgehoben und ausgezeichnet. Die verliehenen Preise sind insgesamt mit 32.000 Euro dotiert und honorieren Arbeiten, die von besonderer Relevanz für die Forschung sowie den klinischen Alltag sind.
PM: Wie das Gehirn im Alter fit bleibt: „Die sozial Aktiven sind länger kognitiv gesund“
In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist die Frage, wie wir gesund und vital bis ins hohe Lebensalter bleiben, von zentraler Bedeutung. Gesundes Altern, das heißt tatsächlich bis ins hohe Alter den üblichen gesundheitlichen Alterseinschränkungen wie beispielsweise einer Abnahme kognitiver Fähigkeiten zu entgehen, gelingt in der Regel nur einem kleineren Teil alternder Menschen. Folglich hat sich die Forschung bislang weitgehend auf häufige Alterserscheinungen wie der Gebrechlichkeit und den typischen Alterserkrankungen wie zum Beispiel der Alzheimer-Krankheit konzentriert. Die Frage, welche biologischen Mechanismen gesund alternde Menschen schützen, wird erst seit wenigen Jahren intensiv erforscht. Diese Mechanismen zu verstehen, ist ein wesentliches Ziel des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung (LIR), aber auch der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, an denen Professor Dr. Oliver Tüscher (Foto) tätig ist. Im Kurzinterview gibt Tüscher erste Einblicke in seine interdisziplinäre Forschungsarbeit am Übergang von psychologischer zur neurobiologischen Forschung. Einen umfassenden Überblick präsentiert er beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der heute mit 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Frankfurt am Main gestartet ist.
PM: Medizin von Morgen: Mit Geroscience Alterskrankheiten vorbeugen
Bis zum Jahr 2050 werden sich die öffentlichen Ausgaben für vulnerable, ältere Menschen in Deutschland voraussichtlich mehr als verdoppeln. Bis dahin wird hierzulande jeder vierte Mensch 65 Jahre und älter sein. „Unsere aktuelle medizinische Versorgung hat zwar nachweislich die Lebenserwartung verlängert, nicht aber die Jahre, die in guter Gesundheit und vollständig intakten Körperfunktionen verbracht werden. Daher brauchen wir jetzt neue Präventionskonzepte, bei denen der Schutz vor Gebrechlichkeit und die Erhaltung der körperlichen Funktion im Vordergrund stehen“, sagt Professorin Heike A. Bischoff-Ferrari (Foto), Klinikdirektorin der Universitären Klinik für Altersmedizin am Universitätsspital Zürich und Stadtspital Zürich. Sie arbeitet an neuen Präventionsmöglichkeiten, die am biologischen Alterungsprozess ansetzen. Über den aktuellen Stand ihrer Forschung im Bereich der Geroscience berichtet sie im Rahmen des Gerontologie- und Geriatrie-Kongresses, der vom 12. bis 15. September in Frankfurt am Main stattfindet.
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Aktuelle Meldungen
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Update der S3-Leitlinie zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) widmet der Geriatrie eigenen Schwerpunkt
Die veröffentlichte Neuauflage der S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) ist vor...
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