Prekäre Erlössituation: Geriatrische Rehabilitationskliniken in Deutschland bedroht – Altersmediziner fordern faire Bezahlung
Ein Großteil der 168 Geriatrischen Rehabilitationsklinken in Deutschland steht vor Finanzierungsproblemen. Hintergrund ist die prekäre Erlössituation der Einrichtungen, die über rund 8.560 Betten verfügen. Für die vollstationäre geriatrische Rehabilitation erhalten viele Kliniken von den Krankenkassen weniger als 250 Euro pro Tag und Patient. „Damit ist eine angemessene therapeutische und pflegerische Versorgung rund um die Uhr heute kostendeckend nicht mehr zu leisten“, erklärt Professor Rainer Wirth (links), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Leidtragende sind in der Folge hochaltrige Patientinnen und Patienten, die ohne eine entsprechende Behandlung immobiler und pflegebedürftiger werden. „Gerade in Anbetracht der nun kommenden Babyboomer-Generation ist eine Verknappung der Ressourcen in der geriatrischen Rehabilitation nicht hinnehmbar“, sagt Wirth. Im Rahmen des heute beginnenden Geriatrie-Kongresses in Frankfurt am Main fordert er: „Es müssen jetzt Rahmenbedingungen für eine besser finanzierte, flächendeckende Versorgung mit ambulanter und vollstationärer geriatrischer Rehabilitation geschaffen werden.“
Die DGG ist weiter sehr präsent in Fach- und Publikumsmedien. Einerseits durch die Vermittlung führender Expertinnen und Experten der Fachgesellschaft als geschätzte Gesprächs- und Interviewpartner. Andererseits hat die DGG selbst zahlreiche Themen gesetzt: insgesamt 25 Pressemitteilungen – davon 14 mit Bezug zum Jahreskongress – wurden in 2022 verschickt, weitere sechs Mitteilungen konnten bereits im ersten Halbjahr dieses Jahres publiziert werden. „Dadurch bleibt nicht nur die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie weiter sehr gut im gesundheitspolitischen Gespräch und wird als erster Ansprechpartner für sämtliche altersmedizinischen Belange wahrgenommen. Wir können darüber hinaus die Öffentlichkeit zu relevanten Themen unseres Faches informieren und so die Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv mitgestalten“, sagt DGG-Präsident Professor Rainer Wirth.