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16. Juni 2026

Acht internationale Keynote-Speaker thematisieren gesellschaftliche Zukunftsfragen der Altersmediziner und Alternsforscher in Frankfurt

Keynote-Speaker 2026

Von Hirngesundheit und Muskelkraft bis hin zu Klimawandel, Langlebigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt: In einer globalen Zeit des Wandels werden acht internationale Keynote-Speaker die zentralen Fragen der Zukunft aus Sicht der Geriater und Gerontologen beim gemeinsamen Kongress in Frankfurt aufgreifen. Während die Geriatrie vor allem aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Versorgung älterer Menschen beleuchtet, richtet die Gerontologie ergänzend dazu den Blick besonders auf die biologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen des Alterns. Der Kongress der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) findet vom 23. bis 26. September auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt am Main statt.

„So international war es noch nie!“, freuen sich DGG-Präsident Professor Michael Denkinger und DGGG-Präsident Professor Hans-Werner Wahl, die beide ebenfalls als Kongresspräsidenten fungieren. „Es ist wunderbar, einige der renommiertesten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Geriatrie und Gerontologie vor Ort zu haben.“ So spiegeln die diesjährigen Keynotes eindrucksvoll die Vielfalt der Alterswissenschaften wider.

Hochkarätige Keynotes aus der Geriatrie

  • Aus Schottland wird die international renommierte Prof. Joanna Wardlaw von der University of Edinburgh anreisen und das Konzept der „Brain Frailty“ vorstellen. Dabei geht es um die Frage, wie Gebrechlichkeit des Gehirns entsteht und welche Bedeutung sie für Demenzerkrankungen, kognitive Leistungsfähigkeit und die Gesundheit älterer Menschen hat.

  • Ebenfalls aus Großbritannien kommt Dr. Carly Welch vom King’s College London. Sie gehört zu den aufstrebenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Sarkopenie-Forschung und verbindet Grundlagenforschung, Biomarkeranalysen und große Bevölkerungsstudien miteinander. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie Muskelmasse und Muskelkraft im Alter erhalten bleiben können.

  • Mit Prof. Christian Karagiannidis konnte zudem eine der bekanntesten Stimmen der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in Deutschland gewonnen werden. Der Internist, Pneumologe und Notfallmediziner mit Professur an der Universität Witten/Herdecke engagiert sich seit Jahren intensiv für die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung. In seiner Keynote wird er der Frage nachgehen, wie eine leistungsfähige geriatrische Versorgung auch künftig sichergestellt werden kann. Dabei spielen sektorenübergreifende Versorgungsmodelle eine zentrale Rolle, die älteren Menschen eine bessere, wohnortnahe und ambulante Betreuung ermöglichen sollen. Sein Vortrag verspricht nicht nur spannende Impulse, sondern ausdrücklich auch Raum für Diskussionen im Anschluss.

  • Komplettiert wird das geriatrische Keynote-Programm durch Prof. Athanase Benetos von der Université de Lorraine im französischen Nancy. Er zählt seit vielen Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten der europäischen Geriatrie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf altersbedingten Gefäßveränderungen und der Behandlung von Bluthochdruck bei hochbetagten Menschen. Internationale Aufmerksamkeit erlangte insbesondere seine RETREAT-FRAIL-Studie, die wichtige Erkenntnisse zur Frage lieferte, wann blutdrucksenkende Medikamente reduziert werden sollten und wann nicht. Seine Keynote wird verdeutlichen, wie differenziert und individualisiert moderne Arzneimitteltherapie im höheren Lebensalter heute ist.

Internationale Gerontologie beleuchtet die großen Fragen des Alterns

  • Auch die Gerontologie wartet mit hochkarätigen Rednerinnen und Rednern auf. Prof. Ulla Kriebernegg von der Universität Graz wird sich in ihrem Vortrag mit den Auswirkungen des Klimawandels auf ältere Menschen beschäftigen. Die Universitätsprofessorin für kulturwissenschaftliche Alterns- und Care-Forschung betrachtet dabei nicht nur gesundheitliche Risiken durch Hitze oder Extremwetterereignisse. Ebenso stehen gesellschaftliche, kulturelle und psychologische Herausforderungen im Fokus, die mit der Anpassung an veränderte Umweltbedingungen verbunden sind.

  • Ein weiterer Höhepunkt wird die Keynote von Prof. Richard A. Settersten von der Oregon State University sein. Er gehört weltweit zu den bekanntesten Sozialwissenschaftlern auf dem Gebiet der Alterns- und Lebenslaufforschung. Unter dem Titel „Aging in Times of Social Disruption“ wird er beleuchten, wie globale Entwicklungen wie Migration, geopolitische Konflikte, gesellschaftliche Polarisierung oder Veränderungen demokratischer Strukturen das Altern beeinflussen. Gerade in einer Zeit wachsender Unsicherheit eröffnet dieser Vortrag eine wichtige Perspektive auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Älterwerdens.

  • Mit Prof. Eline Slagboom von der Universität Leiden kommt eine der führenden Expertinnen für molekulare Epidemiologie und Altersbiologie zum Kongress. Ihre Forschung beschäftigt sich mit den biologischen Mechanismen des Alterns sowie mit der Identifikation von Biomarkern, die Rückschlüsse auf individuelle Alterungsprozesse ermöglichen. In ihrer Keynote wird sie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellen und aufzeigen, wie solche Marker künftig dazu beitragen könnten, problematische Alterungsverläufe früher zu erkennen und präventive Maßnahmen gezielter einzusetzen.

  • Eine besonders internationale Perspektive bringt Prof. Brian Kennedy von der National University of Singapore ein. Der Biochemiker und Physiologe zählt weltweit zu den bekanntesten Vertretern der Alternsforschung und der gesunden Langlebigkeit. Sein Vortrag wird sich nicht nur mit biologischen Mechanismen des Alterns befassen, sondern auch mit der Frage, wie eine Gesellschaft auf steigende Lebenserwartungen reagieren kann. Singapur gilt in vielen Bereichen als Vorreiter für gesundes Altern und innovative Versorgungskonzepte.

  • Einen besonderen Schlusspunkt setzt schließlich der Festvortrag des renommierten Philosophen Prof. Ottfried Höffe von der Universität Tübingen. Er wird sich mit den gesellschaftlichen Chancen und Risiken einer steigenden Lebenserwartung auseinandersetzen. Gerade bei einem Kongress, der sich intensiv mit medizinischen, biologischen und sozialwissenschaftlichen Fragen beschäftigt, eröffnet seine philosophische Perspektive einen wertvollen Blick auf die grundlegenden Fragen des Alterns.

Jetzt noch Frühbucherpreis nutzen und wissenschaftliche Exzellenz erleben!

Der gemeinsam Jahreskongress der DGG und DGGG findet unter dem Motto „Zukunft Alter(n): Perspektiven im Umbruch“ vom 23. bis 26. September 2026 in der Universität Frankfurt am Main statt. Hierzu werden rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Bis zum 26.07. können Tickets noch zum Frühbucherpreis erworben werden.

Weitere Informationen unter: www.gerontologie-geriatrie-kongress.org

Grafik: Ute Berretz

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